Erster Testlauf

Gestern war es soweit. Wenn auch noch kein Triathlon, so doch ein erster kleiner Wettkampftest beim 10 km Lauf in Göppingen. Meine Anspannung im Vorfeld war ziemlich groß. Dafür gab es mehrere Gründe: einer meiner Kollegen hatte sich auch für den Lauf angekündigt und in den Tagen vor dem Lauf klare Kampfansagen verkündet. Am meisten motiviert hat mich wahrscheinlich der Spruch, dass er nicht langamer als eine Frau sein könnte. Da er im vergangenen Sommer viel trainiert hatte, machte ich mir zwar nicht große Hoffnungen. Gleichzeitig hatte ich auf Grund dieser Aussage innerlich doch einen großen Siegeswillen aufgebaut. Zweiter Grund für meine Anspannung im Vorfeld: der Lauf war der erste Testwettkampf mit dem Team vom Triathlonverein. Nachdem ich die letzten Wochen hochmotiviert bei jedem Trainingsangebot mitgemacht hatte, verspürte ich jetzt doch einen gewissen Druck diesen Lauf nicht zu langsam zu absolvieren. Mein Ziel war also unter 50 Minuten zu kommen.

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Das Nonplusultra Triathlon Team Esslingen vor dem Start in Göppingen

Gemeinsam mit 17 Esslinger Triathleten bin ich dann in Göppingen gestartet und auf Grund meiner Nervosität musste ich mir den ein oder anderen ironischen Spruch anhören, wie „Wenn du jetzt schon so nervös bist, will ich bei deinem ersten Triathlon nicht in deiner Nähe sein.“ Wir werden sehen. Aber wahrscheinlich werde ich vor dem ersten Triathlon in der Tat noch um einiges nervöser sein.

Um es vorwegzunehmen: das Ergebnis, das ich erzielt habe, war für mich einerseits sehr zufriedenstellend. Nach 45:31 bin ich ins Ziel gelaufen. Und das wichtigste: meinen Kollegen, der permanent dicht an meinen Fersen war (und dies wortwörtlich, denn immer wieder ist er mir auf die Ferse gelaufen), habe ich kurz vor dem Ziel abgehängt. Aus dieser Sicht war mein Ziel also erreicht. Andererseits hat mir der Lauf auch zu denken gegeben: ich war vor allem bergauf wirklich an meinem Limit und hatte einen Moment, in dem ich dachte, es gibt jetzt mehrer Optionen: „mich übergeben“, „umkippen“, oder „aufhören“. Entsprechend war auch meine Atmung und der Puls, der im Durchschnitt bei 189 lag (bei Maximalpuls 196). Also alles andere als ein lockerer Trainingswettkampf. Da frage ich mich natürlich schon, inwiefern noch Raum nach oben ist. Motiviert und gezogen hat mich in dem Moment unser Trainer, der den gesamten Lauf mit mir gelaufen ist. Anfangs hat er mich vernünftigerweise etwas gebremst: „Die überholen wir nachher schon noch“ und als das Leiden am größten war, sagte er „Es muss ein bisschen weh tun“. Darüber konnte ich in dem Moment noch lachen. Also kann das Leiden dann vielleicht doch nicht so schlimm gewesen sein 😉

1:1 Coaching beim Lauf – Danke!

Auf jeden Fall war ich am Abend nach dem Lauf zu jeglicher Bewegung unfähig und ensprechend bin ich heute morgen aufgewacht. Und hier mal wieder eine tolle Triathlon-Erfahrung: auf Laufen hätte ich heute absolut keine Lust gehabt. Statt dessen habe ich mit den Triathlon Kollegen heute vormittag eine ausgiebige Mountainbike Tour gemacht, bei der ich meinen Muskelkater komplett vergessen habe.

Ab jetzt ist aber erst mal wieder etwas mehr Ruhe angesagt: laut unserem Trainer ist der Trainingseffekt gering, wenn man immer nur an die Grenzen geht. Daher gilt: mehr Grundlagenausdauer sowie Kraft- und Athletiktraining. Bzw. morgen dann beim Schwimmtraining Fokus auf Technik!

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Prost!
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