Triathlon und Ernährung – von langkettigen Kohlenhydraten und ersten Gels

Worauf freut sich ein Triathlet nach einer intensiven Trainingseinheit? Ja, sicherlich auf eine – im Winter möglichst warme – Dusche. Aber noch viel mehr – zumindest in meinem Fall – aufs Essen. 🙂 Nach langen Trainingseinheiten am Wochenende könnte ich gefühlt den Rest des Tages mit Essen verbringen. Im großen und ganzen achte ich persönlich bislang dabei nicht auf spezielle Nahrungsmittel. Der Hunger auf Kohlenhydrate nach dem Training kommt ganz automatisch. Und 250 g Pasta zum Mittagessen am Wochenende sind mittlerweile normal geworden. Ein paar wenige Dinge habe ich aber tatsächlich bewusst verändert, seitdem ich mit dem Triathlontraining begonnen habe.

Da ist zunächst mal das Frühstück. Beim Thema Nüchternlauf scheiden sich ja die Geister. Da ich bekennender Frühstücksfan bin, kann ich mir das bislang nicht vorstellen. Im Gegenteil: um die sonntägliche MTB Tour mit den Vereinskollegen zu schaffen, haben sich meine Frühstücksgewohnheiten angepasst und diese bestehen nun zunehmend aus den langkettigen Kohlenhydraten. Diese werden im Körper erst noch aufgespaltet und machen daher länger satt. Zu meinem Frühstück gehören daher ein großes Müsli und mindestens zwei Scheiben Vollkornbrot. Und dies ist meine persönliche Triathlon-Müslikreation, dank der ich bislang noch jede Fahrradtour mit den Triathleten durchgehalten habe:

  • 1 Banane im Joghurt zerdrückt
  • 1 kleingeschnittener Apfel
  • 2 EL Quinoa
  • 2 EL Basismüsli (Mischung aus Hafer-, Gersten- und Roggenvollkornflocken, bspw. von Alnatura)
  • 2 TL Chiasamen
  • 2 TL Kürbiskerne
  • 1 TL Leinsamen
  • 1 TL Sesam
  • 1 TL getrocknete Gojibeeren.
20151229_081341
Bestandteile des Triathlon Power Müslis

Ich finde diese Mischung sehr lecker und auch an Arbeitstagen nach intensiven Trainingseinheiten am Vortag stehe ich damit die Zeit zwischen Frühstück und Mittagspause bestens durch.

Eine weitere Ernährungsveränderung ist für mich das Thema Alkohol. Zunächst eher der Gruppendynamik der Triathleten geschuldet, die größtenteils wenig bis keinen Alkohol trinken, habe auch ich meinen Alkoholkonsum entsprechend eingeschränkt. Dieser war sicherlich nicht hoch, aber 1-2 alkoholische Getränke pro Woche hatte ich durchschnittlich vor meiner Triathlonzeit doch getrunken. Nachdem ich dann in dem Buch „Meine perfekte Triathlon-Ernährung“ gelesen habe, dass Alkohol vor allem an trainingsintensiven Tagen kontraproduktiv ist, da er die Regeneration behindert, ist aus der Gruppendynamik Überzeugung geworden. Mittlerweile ist für mich das Gesamtpaket von Training, ersten Wettkämpfen und sehr wenig Alkoholkonsum, also nur zu wirklich außergewöhlichen Anlässen, stimmig und ich fühle mich damit sehr wohl.

Schließlich gab es noch ein Ernährungs-Highlight in den letzten Tagen. Beim ersten Koppeltraining hat unser Trainer zwischen Fahrrad- und Laufeinheit ein „Gel“ ausgegeben, um die Newcomer schon mal vor der heißen Wettkampfzeit daran zu gewöhnen. Der Geschmack ist durchaus gewöhnungsbedürftig, aber ich hatte schon ein kleines „Power-Boost“-Gefühl. Das könnte natürlich auch ein Placebo-Effekt sein, aber Hauptsache es wirkt.

Vor dem Wechsel schnell ein Gel – lecker (nicht)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s