Die Ice Challenge: stürzen, mit Helm losrennen und ein super Erlebnis

Endlich war es soweit. Heute bin ich zum ersten Mal bei einem Duathlon gestartet. Nachdem wir im Training schon öfter den Wechsel zwischen Radfahren und Laufen geprobt hatten, war ich nun ganz heiß darauf, dies endlich in einem Wettkampf zu testen.

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Happy Esslinger Mädels im Ziel

Mit dem Rad einen Wettkampf zu bestreiten, war für mich etwas Neues, dem ich mit Respekt entgegenblickte. Letzten Sonntag bin ich mit den Vereinskollegen zwei Mal eine 5km Testrunde mit voller Belastung gefahren und dies empfand ich schon ziemlich herausfordernd. Nun also 20km Mountainbike und 5km Laufen beim Cross Duathlon ICE Challenge in Schömberg.

Aber wie so oft: im Wettkampf läuft das, was man sich vorher nur schwer vorstellen kann, dann doch ganz gut. Die 20km Mountainbike und 5 km Laufen waren zwar anstrengend – und das sollen sie ja auch sein – aber ich fühle mich heute abend nicht müder als nach einem 10km Lauf-Wettkampf. Und der Zieleinlauf nach 1:33 als zweite Frau (wenn auch nur von sechs Frauen insgesamt) war auch ein kleines Erfolgserlebnis.

Vorbereitung durch Anpassung der Ernährung

Meine Vorbereitung auf den Wettkampf startete zwei Tage vorher. Ich fing an, meine Essensgewohnheiten anzupassen und auf mein Triathlon-Müsli zu verzichten. Sowohl unser Trainer als auch die Autoren diverser Triathlonbücher raten ja dazu, vor einem Wettkampf kein Vollkorn, Obst und Gemüse mehr zu essen. Also gab es viel Pasta, Käse-Laugen und Eier. Entsprechend sah dann auch mein Frühstück am Wettkampf-Tag aus:

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Zudem hielt ich mich daran, zwei Stunden vor dem Wettkampf nichts mehr zu essen und nur kurz vorher ein Gel zu mir zu nehmen. Mit dieser Vorbereitung habe ich mich dieses Mal richtig gut gefühlt und ich glaube hiermit nun ein gutes Vorgehen für meine Wettkampfernährung gefunden zu haben.

Beim Stürzen über die Leidensfähigkeit von Triathleten nachgedacht

Genug zur Vorbereitung, nun zum Wettkampf. Dass mein erster Duathlon direkt ein Cross Duathlon war, habe ich vor der Startlinie kurzzeitig bereut. Unser Vereinskollege, der die Mountainbike-Strecke vorab abgefahren war, berichtete uns, dass es einen Single Trail gäbe, der technisch herausfordernd sei. Der Regen habe ihn zudem richtig matschig gemacht. Auf mein Nachbohren hin wie schwierig er sei, meinte er nur „Willst du die nette Version oder die Wahrheit hören?“. Das jagte meinen Puls vor dem Start nochmal gut in die Höhe und dies war einer der Momente, in denen ich mich ganz kurz fragte, warum ich das mache. Aber dann fiel der Startschuss und diese Gedanken waren verschwunden.

Nach einer Abfahrt ging es einen langen, steilen Berg hoch – genau mein Ding. Hier konnte ich zumindest mal einige Mountainbiker überholen. Und dann kam er, der besagte Single Trail. Und ja, er war matschig! Ich folgte immer dem gelben Trikot vor mir, bis dieses so nah vor mir war, dass ich im Trail bremsen musste. Das war Sturz Nummer eins. Bei der zweiten Runde hatte ich freie Fahrt und bin so schnell den Trail runtergefahren, dass ich kurzzeitig die Kontrolle verlor und wieder stürzte. Dieses Mal so, dass ich mir die Klickpedale in den Unterschenkel rammte, der dann kurz vor einem Wadenkrampf war. Aber ich hatte Glück, der Krampf setzte sich nicht durch – ich stieg wieder auf und fuhr weiter.

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In diesem Moment – mit Schmerzen in den Beinen, völlig verdreckt, klatschnass – dachte ich kurz an irgend so eine Triathlon-Weisheit, die besagt, dass dieser Sport auch Leidensfähigikeit bedeute. Ja, das stimmt schon. Und nach meinem leicht chaotischen Wechsel – meine Box nicht gefunden und kurz mit Helm losgerannt – hat es mich dann beim Laufen nochmal mit Schmerzen im Knie erwischt. Wahrscheinlich einfach wegen der Belastung bei Kälte. Aber all dies ist dann ja wieder vergessen, in dem Moment, wenn man durch die Ziellinie läuft und einfach nur zufrieden mit seiner Leistung ist. Auch wenn es vielleicht noch die Möglichkeit gegeben hätte, die erste Frau einzuholen (Siggi, der letzte Satz war für dich 🙂 )

Alles in allem ein so tolles Erlebnis, das ich nun mit noch mehr Vorfreude auf den ersten Triathlon hinfiebre. Am 24. April ist es so weit. Stay tuned.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sicher absolut eine Erfahrung wert. Bei den Bedingungen muss man sich auch erst einmal überwinden. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

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  2. Ana sagt:

    Tolle Leistung! Bei matschigen, nassen Strecken geht mir auf dem Bine auch öfters mal die Düse! Einen Winterwettkampf habe ich bisher noch nie in Angriff genommen, wäre aber sicher eine Überlegung wert!

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