Wann ist das Trainingslager ein Erfolg?

I am back. Zwei Wochen bin ich mit den Triathlon-Kollegen von Nonplusultra in Kroatien im Salzwasserpool geschwommen, kreuz und quer über die Halbinsel vor Medulin mit meinem neuen Merida Rennrad gefahren und vom Hotel aus in alle Richungen am Meer entlang gelaufen. Und jetzt? Super fit? Totmüde? Und woran merkt man überhaupt, dass ein Traininslager ein Erfolg war?

Usain
Finaler Run am Meer entlang

Wenn ich so einige Blogs lese, dann scheinen viele den Erfolg ihres Trainingslagers über die Zahl der gefahrenen Kilometer oder den Erschöpfungsgrad zu messen. Als enthusiastischer Triathlon-Rookie könnte mir das durchaus genauso gehen. Der Gedanke liegt nah: je müder, desto besser trainiert und desto besser vorbereitet auf die Saison. Nun habe ich das Glück, dass unser Trainer mich nicht nur antreibt, sondern hin- und wieder auch bremst: „Die maximale Leistung gilt es im Wettkampf und nicht im Training abzurufen.“ Ja, das macht Sinn!

Zusammenfassend bestand unser Trainingslager für mich aus knapp 1.000 Kilometer Radfahren, 100 Kilometer laufen und acht Schwimmeinheiten. Alle gesammelten Eindrücke finden sich auch auf flickr. Wie in meinem letzten Post berichtet, hatte ich mittendrin tatsächlich einen Punkt der völligen Erschöpfung. Am anschließenden Ruhetag konnte ich  mich glücklicherweise so gut erholen, dass ich alle weitere Einheiten wieder mit der gewohnten Lust und Power durchführen konnte. Dennoch sah unser Trainingsplan in den letzten Tagen keine harten Einheiten mehr vor. Statt Intervalltraining, also Grundlagenausdauer: mit dem Fahrrad zu Buchten fahren und ein anschließender Koppellauf am Meer entlang. Somit keine totale Erschöpfung mehr.

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Letzte Radausfahrt mit den Jungs

 

Als ein gutes Zeichen interpretiere ich, dass ich am Sonntag nach der Rückreise morgens voller Freude wieder zu meinem Fahrrad gegriffen habe. Bei der Tour, die ein ruhiges Ausrollen nach dem Trainingslager sein sollte, war ich so motiviert, dass ich von hinten den Trainer immer wieder rufen hörte, dass ich es jetzt nicht übertreiben darf. Der Körper soll sich erst mal erholen und aus dem lernen, was er die letzten zwei Wochen an Input bekommen hat. Dies fiel mir gestern bei strahlendem Sonnenschein und purem Triathlon-Enthusiasmus entsprechend schwer. Aber wenn ich heute – an einem Ruhe- und beruflichen Reisetag – in mich höre, war es gut, dass ich gestern meinem Körper nicht die nächste harte Lektion erteilt habe. Sobald ich zur Ruhe komme, will ich mich von Stuhl, Sofa oder Bett gar nicht mehr erheben. Somit freue ich  mich jetzt erst mal auf die Entlastungswoche. Nächstes Wochenende stehen dann noch ein paar harte Einheiten als finale Vorbereitung auf den ersten Liga-Wettkampf in Backnang an. Dieser nähert sich in schnellen Schritten – am 24. April ist es soweit und ich bin schon nervös, wenn ich nur darüber schreibe. 🙂

 

 

 

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