1 Jahr Triathlon – Einblicke & Rückblick

Ich habe in meinem Kalender recherchiert: am 5. Oktober darf ich einjähriges Triathlon-Jubiläum feiern. Denn am 5. Oktober 2015 bin ich zum ersten Mal mit den Esslinger Triathleten geschwommen. Ich erinnere mich noch genau, was ich einem Freund danach geschrieben habe: „Es hat total Spaß gemacht, aber beim Rückenschwimmen bin ich fast untergegangen“. Das ist erst 12 Monate her und seitdem hat sich doch so viel verändert – egal wohin ich schaue.

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Der Neo und ich. Auch nach einem Jahr noch eine komplizierte Beziehung.

 

Einblick in diverse Schränke

Besonders amüsant finde ich die Anhäufung der Triathlon-Gadgets von diversen Wettkämpfen. Ich komme aktuell auf:

  • 9 Bademützen
  • 3 Handtücher mit Triathlon-Logo
  • 5 Tassen mit Triathlon-Logo.

Aber nicht nur die Give-aways nehmen in meiner Wohnung viel Platz ein. Da ist ganz vorne mein Rennrad, das im Flur gut in Szene gesetzt ist und das Erste ist, was Besucher sehen, wenn sie in meine Dachgeschoß-Wohnung kommen. Das Zimmer daneben war ursprünglich als begehbarer Kleiderschrank geplant. Was daraus wurde? Ein Fahrradzimmer. Hier steht mein Hardtail-Mountainbike und tatsächlich die Anfänge einer kleinen Fahrradwerkstatt mit Pumpe, Inbusschlüsselset, Öl usw. Die restlichen 3 Räder (Fully Moutainbike, Stadtfahrrad und altes Trekking-Bike) wurden in den Keller verbannt. Weitere Anschaffungen dieses ereignisreichen Jahres reichen vom Neoprenanzug über 3 Badeanzüge, 2 Triathlon-Einteiler, viele Radtrikos, neue Laufhosen und -trikots und bis zu 5 unterschiedliche Laufschuhe.

Mein Rennrad – Mein MTB – Meine Triathlon Gallerie

Ein weiterer Schrank, der sich zumindest teilweise verändert hat, ist der Kühlschrank bzw. das Fach darüber. Hier haben sich Riegel, Gels und Getränkepulver angehäuft. Die sonstigen Inhalte sind größtenteils die gleichen geblieben. Pasta, Gemüse und Obst waren schon immer fester Bestandteil meines Ernährungskonzepts und daran hat sich nichts verändert. Wenn dann hat sich wohl nur die Menge vergrößert 🙂

Ach und das Thema Alkohol: der Wein steht mittlerweile nur noch für außergewönliche Anlässe in der Küche. Ob es für die Leistung wichtig ist, wenig bis keinen Alkohol zu trinken? Da bin ich mir nicht sicher. Klar ist, dass sich die Regeneration durch den Konsum von Alkohol verlangsamt. Ich persönlich fühle mich mittlerweile einfach besser, wenn ich keinen Alkohol trinke. Und da ich die meiste Freizeit sowieso mit Triathleten verbringe, ist das eigentlich auch gar kein Thema mehr.

Der Alltag und die sozialen Kontakte

Mein Alltag hat sich verändert. Ich habe im vergangenen Jahr 15-20 Stunden im Durchschnitt trainiert. Seit Januar habe ich einen Trainingsplan verfolgt. Diesen habe ich nicht stur abgearbeitet, sondern immer wieder je nach Terminen und Tagesform in Abstimmung mit unserem Trainer angepasst. In einer normalen Woche standen 3 Mal die Woche Schwimmen auf dem Programm, 2x Koppeltraining, eine lange Radausfahrt, ein langer Lauf und eine Krafteinheit. Und tatsächlich bleibt dann nicht mehr wirklich Zeit für etwas anderes als Triathlon und Job. Dazu hatte ich mir ja bereits den ein oder anderen Kommentar angehört. Aber da ich für beides brenne – meinen Job und Triathlon -, was gibt es schöneres als die Zeit mit den Dingen zu verbringen, die man am liebsten tut?! Ich erinnere mich noch an jemanden, der kürzlich analysierte, dass Triatlethen doch unsoziale Wesen seien. Das kann ich nicht bestätigen. Ich trainiere gerne in der Gruppe und ca. 80% der oben genannten Einheiten mache ich mit befreundeten Triathleten. Während sich andere auf ein Bier treffen, treffe ich mich eben auf eine Radrunde mit Daniela. Beides soziale Aktivitäten, oder? 🙂

 Der Triathlet – das unsoziale Wesen?!

Die Fitness und mentale Stärke

Ich habe es in meinen Blogposts immer wieder festgestellt. Triathlon stärkt den Körper und den Geist. Mein Wettkampfpensum der letzten Monate umfasst 4 10-Km Läufe, 2 Cross-Duathlons, 3 Triathlon Sprints, 2 olympische Distanzen und eine Mitteldistanz. Davon 4 Wettkämpfe mit dem Liga-Mädels-Team von Nonplusultra Esslingen / ASC Konstanz. Manchmal hatte ich mich gefragt, woran ich merke, dass sich meine Leistung durch das Training verbessert. Auf die Frage „Und, bist du fit?“ wusste ich nicht immer eine Antwort, da ich durch das große Trainingspensum oft auch einfach müde war. Dass ich fit bin, habe ich aber zuletzt bei meiner Mitteldistanz bemerkt. Während ich vor 4 Jahren einen Halbmarathon im flachen Köln in 1:56 gelaufen bin, lief ich die 21 hügeligen Kilometer in Malterdingen nach Schwimmen und Radfahren nun in 1:50.

Und wie nervös ich vor jedem einzelnen Triathlon war – an Schlaf war oft nicht zu denken. Wenn ich jetzt beruflich vor vielen Menschen einen Vortrag halte und sich etwas Nervosität breit macht, denke ich einfach daran, dass ich jetzt auch an einer Startlinie stehen könnte. Dann werde ich ganz entspannt, weil mich der Vortrag nicht annähernd so nervös macht, wie die Triathlon Startlinie. Warum das so ist? Ich glaube, es ist dieses Gefühl beim Triathlon ab dem Start einfach nur auf mich selbst, meinen Körper und Geist angewiesen zu sein. Und beides ist ein Stück weit immer wieder unberechenbar.

„I’m a triathlete“

Erst kürzlich fragte mich in Brüssel jemand, woher ich so braun sei. Meine Antwort „I’m a triathlete“. Triathlon ist tatsächlich ein Lifestyle und eben nicht nur ein Hobby. Dazu gehört die Bewegung an der Luft genauso wie Grenzerfahrungen und auch gelegentlicher Frust, wenn es mal nicht so läuft, wie man es sich wünscht, man dann aber wieder weitermacht und -kämpft. Für meinen Blog habe ich daher einen Re-Launch gemacht. „Alex Goes #Swimbikerun“ und der Aufhänger „Alles was eine Triathlon Einsteigerin so erlebt“ ist mit dieser Saison abgeschlossen. Triathlon ist zu meinem Lifestyle geworden und dazu passt auch der neue Name „Living #Swim#Bike#Run“. Danke Daniela fürs gemeinsame Brainstorming 🙂

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Jürgen sagt:

    Hallo Alex, immer wieder schön und unterhaltsam Deinen Blog zulesen
    Die neue Seite finde ich gut

    Gruß Jürgen

    Gefällt 1 Person

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