Einmal durch den Ernährungsdschungel und zurück

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit dem Ernährungsthema beschäftigt. Denn: ob ihr es glaubt oder nicht – ich habe durch Triathlon zugenommen. Seit dem letzten Jahr bringe ich 3 Kilo mehr auf die Waage. Die ersten 2 Kilo kamen innerhalb des ersten halben Jahres dazu. Ich gehe mal davon aus (bzw. hoffe es 🙂 ) – dass dies vor allem dem Muskelaufbau geschuldet ist.

Nach meiner Mitteldistanz im August habe ich dann das intensive Training etwas runtergefahren. Und obwohl ich alles andere als unsportlich unterwegs war – die Alpen mit dem Mountainbike überquert, regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit – kam noch ein Kilo dazu. Das hat mich anfangs doch etwas ratlos gemacht. Ich treibe ähnlich viel Sport wie vor meiner Triathlonzeit, esse normal und nehme dennoch zu. Ein Erklärungsansatz aus der Diskussion mit anderen Triathleten: der Körper zieht sich aus der Ernährung das Maximale an Energie und speichert diese für die nächsten harten Zeiten, wenn er im Training wieder extrem beansprucht wird.

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Saisonales Obst und Gemüse – ein Ernährungstraum

Nun sind 1-3 Kilo sicherlich kein Drama. Ich habe aber dennoch angefangen nochmal intensiv rund um das Thema Ernährung zu recherchieren. Im Zuge dieser Recherche-Runde habe ich mich gefühlt im Kreis gedreht. Erst bin ich natürlich wieder darauf gestoßen, dass Kohlenhydrate für Sportler mittlerweile nicht mehr als das angesehen sind, was sie mal waren. Viele Artikel vereint die Meinung, dass Athleten zu viele Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ok, dann also weniger Kohlenhydrate. Denn wir wollen ja mehr Mitochondrien bilden. Diese verbessern angeblich die aerobe Kapazität und den Fettstoffwechsel. Mitochondrien bilden wir wohl bis zu zwei Stunden nach dem Training noch. Aber Achtung: nur wenn wir keine Kohlenhydrate zu uns nehmen, die nämlich die Bildung von Mitochondrien beenden.

Und Ausdauereinheiten ja sowieso am besten mit weitestgehend leeren Speichern durchführen ! Dies würde für mich bedeuten, dass ich am besten alleine trainieren sollte, da ich mit weitestgehend leeren Kohlehydratespeichern ungenießbar bin. Aber das kann man sicherlich auch trainieren.

Dazu habe ich noch spannende Strategien rund um Train-Low, Recover Low und sogar Sleep Low entdeckt. Wie bitte?! Das erinnert mich an das Zitat eines befreundeten Radfahrers, der sich über uns Triathleten lustig machte: „Sag einem Triathlet, Müsli ohne Milch macht schneller und er wird Müsli ohne Milch essen.“ So unrecht hat er wohl nicht.

Dann der Zucker: vor kurzem hörte ich meine Kolleginnen von der Zuckerreportage sprechen, die ich dann auch anschaute. Fazit: wir waren jahrelang Opfer der Zuckerindustrie-Lobby. Industriezucker ist Gift für den Körper, steht sogar in Zusammenhang mit Krankheiten wie Krebs und ist sowieso Dickmacher Nummer 1. Also, am besten gar kein Zucker mehr. Bei Lust auf was Süßes: Obst oder Nüsse essen.

Das diskutierten wir gestern nach dem Schwimmtraining ebenfalls, worauf dann wieder jemand zum Besten gab, dass Nüsse ja gesund seien, aber gleichzeitig hochkalorisch. Also bitte nicht zu viele Nüsse essen.

Alles nicht neu, aber ich habe das Gefühl wir drehen uns im Kreis. Wenn man das alles so zusammenfasst, sollte man nicht zu viel Brot und Pasta essen. Und wenn schon Brot, dann bitte kein Weizenbrot. Den Weizen kommt laut einigen Experten direkt aus der Hölle. Den ganzen Kram in dem Industriezucker drin ist, sowieso weglassen. Auf Nüsse zurückgreifen – gewichtstechnisch auch gefährlich.

Ich denke, das Wichtige ist einfach nach wie vor das richtige Maß und wir sollten uns darauf verlassen, was unser Körper uns sagt. Nach einer intensiven Trainingseinheit habe ich einfach keine Lust auf gedünstetes Gemüse, sondern einen Heißhunger auf Pasta – egal mit was. Hauptsache Nudeln, Nudeln und nochmal Nudeln. Und da ich mich beim Thema Genußmittel für meinen Sport doch oft mal am Riemen reiße – sehr wenig Alkohol zum Beispiel – habe ich nicht auch noch Lust auf ein Stück Kuchen nach einer langen Trainingseinheit am Wochende zu verzichten – nur weil der Zucker plötzlich so extrem böse geworden ist.

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Auch ein Ernährungstraum: drei rießige Pizzen für drei hungrige Triathleten nach einer langen Radeinheit

Ich habe aber doch noch was entdeckt, was zumindest bei meiner Recherche nicht verteufelt wurde: Proteine! Am besten soll der Triathlet 10-15 Eier (!) pro Woche essen, lese ich hier. Na dann, gibt’s heute abend ein Omelett – aber bloß kein Brot dazu! 🙂

 

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