Saison-Finale am Bostalsee

Nach der Sommerpause war gestern am Bostalsee im Saarland endlich mal wieder Race-Time und gleichzeitig mein Triathlon-Saisonabschluß für dieses Jahr. Mit zwei Vereinskollegen bin ich bei der verkürzten Mitteldistanz (2 km Swim – 75 km Bike- 15 km Run) gestartet. So viel vorweg: unser dreiwöchiger Radurlaub scheint ein ganz hervorragendes Mitteldistanz-Training gewesen zu sein. Denn beim Radfahren lief es gestern mit Abstand am besten.

Finale

Mitteldistanz und Marathon-Training in einem

Es ist ja immer gar nicht so einfach die Triathlon Saison und Urlaub zu vereinbaren. Nach dem spezifischen Training in der Liga-Saison waren die drei Wochen Radurlaub einfach nur Spaß an der Bewegung, ohne spezifische Einheiten. Während der ersten Woche nach der Rückkehr habe ich vor allem beim Schwimmen bemerkt, dass die Geschwindigkeit doch recht schnell verloren geht. Daher standen in den vergangenen drei Wochen viele harte Einheiten auf dem Programm und gleichzeitig schon die ersten längeren Läufe als Vorbereitung auf den Marathon, den ich für Mitte Oktober plane. Diese intensiven Trainingswochen haben sich dann in der Tapering-Woche bemerkbar gemacht. Denn in der vergangenen Woche war ich so schlapp, dass ich gar nicht mehr sicher war, ob ich nur müde oder auch krank sei. Umso erleichterter war ich, als ich gestern frisch und voller Energie am Start stand.

Schnell auf dem Rad unterwegs

Erst mal hieß es gestern allerdings Startenergie wieder runterfahren: Oli, Alex und ich waren kurz vor 9 Uhr voll auf Betriebstemperatur, als verkündet wurde, dass der Start um eine Stunde verschoben werden sollte. Grund: auf dem See war vor lauter Nebel keine einzige Boje zu sehen. Da ich sowieso immer recht orientierungslos im See bin, war ich ehrlichgesagt froh darüber. Pünktlich um 10 klarte der Himmel dann auf und bei strahlendem Sonnenschein schwammen wir mit 60 Athleten los.

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Traumhafter Bostalsee

Ein Massenstart ganz nach meinem Geschmack – genug Platz und keine Keilerei im Wasser. Nach dem Schwimmfiasko beim letzten Liga-Wettkampf war ich noch etwas verunsichert und bin die erste Runde eher verhalten geschwommen. Nach dem kurzen Landgang hatte ich wieder die Sicherheit, dass ich schwimmenn kann und konnte beschleunigen, so dass ich Alex einholte. Oli war hier aber schon außer Reichweite. Kleiner Zwischenfall dann beim Schwimmausstieg: Transponder verloren, Startnummer nennen, Transponder wurde wieder gefunden, ich musste zurückrennen usw. Hier gingen leider rund zwei Minuten verloren. Zumindest bin ich danach erst mal recht ausgeruht aufs Rad gestiegen (think positiv 🙂 ) Hier habe ich mich richtig gut gefühlt – es war zwar kalt und der Puls wollte nicht so richtig hoch gehen. Aber ich konnte Gas geben, ohne dass ich das Gefühl hatte ans Limit zu gehen. Somit meine Trainingsempfehlung für Druck auf dem Rad: einfach mal drei Wochen mit Zelt und Gepäck durch Europa fahren.

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Kurz vor dem 2. Wechsel – die Schuhe sind schon aus!

Das Laufen startete leichtfüßig und die ersten Kilometer hätte ich noch Bäume ausreißen können. Am Ende der ersten von drei Runden merkte ich dann aber doch noch, dass ich vorher Rad gefahren bin. Die Beine wurden schwer und auf Runde drei wurde alles schwer. Bei Kilometer 12 von 15 kam Oli von hinten an und ich versuchte nochmal mit ihm zu laufen, doch ich merkte schnell, dass auch nur eine kleine Beschleunigung mich jetzt völlig zerstören würde. Also ließ ich ihn davon ziehen und gab mich in unserem ersten Wettkampf-Battle geschlagen 🙂

Run

Am Ende landete ich auf Platz 5 der Frauenwertung, was bei insgesamt 7 Starterinnen eher unspektakulär ist. Ich freue mich aber über die Radzeit, die die drittschnellste war. Beim Schwimmen und Laufen waren die vier vor mir dann doch einfach etwas schneller, auch wenn wir uns insgesamt nur in einem Zeitfenster von 10 Minuten in der Gesamtwertung bewegten. Umso schöner, dass ich auch mit aufs Podium durfte.

podium

Learnings für die Langdistanz

Natürlich denke ich aktuell schon ans Langdistanz-Training und versuche aus den aktuellen Wettkämpfen zu lernen. Ein paar Dinge habe ich auch gestern mitgenommen. Erst mal ein positives Gefühl: am Ende der zweiten Radrunde, als es Richtung Wechselzone ging, war ich fast enttäuscht, dass das Radfahren schon vorbei sein sollte. Da kann also noch mehr kommen. Beim Laufen konnte ich zwar nicht mehr beschleunigen, ich hätte aber mein Tempo noch eine Weile so weiterlaufen können. Beim Thema Ernährung möchte ich mich über Alternativen informieren, denn auf den letzten Kilometern habe ich noch Magenprobleme bekommen, die sich sicherlich verstärkt hätten, wenn ich länger gelaufen wäre.

Jetzt heisst es aber erst mal offizieller Startschuß für das Marathon-Training, bei dem ich sicherlich auch die ein oder andere Ernährungsstrategie ausprobieren werde.

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