Hallo aus dem Trainingstunnel

Das hat mich gerade selbst überrascht: mein letzter Triathlon-Post auf diesem Blog ist vom Oktober 2017. 4 Monate Ruhe. Doch keine Sorge, ich habe nicht einfach die Off-Season verlängert. Sondern ich bin ganz langsam und ruhig ins Langdistanztraining eingestiegen. Hier kommt ein kleiner Zwischenbericht zur Vorbereitung der neuen Saison. So viel schon mal vorneweg: bislang ist es angenehm unspektakulär.

Nichts Neues im Winter

Laut Plan wollte ich im November die Off-Season und das Training nach Lust und Laune beenden. Ganz stolz habe ich auf Strava am 1. November daher meine Trainingseinheit „Tag 1“ genannt. Doch, dass so ein Trainingsplan meistens nicht aufgeht, wurde mir direkt am Anfang wieder klar. Prompt kam meine Erkältung zurück, die ich wohl nicht ganz auskuriert hatte. Somit hat sich der Trainingsstart direkt verzögert. Ab Ende November ging es dann wieder so richtig nach Plan los. Zunächst allerdings noch ganz genauso wie im vergangenen Winter: ab Dezember wird der Wochentrainingsplan um eine dritte Schwimmeinheit ergänzt. Eine Hass-Liebe ist das Frühschwimmen am Mittwoch um 6:00 im sehr kalten Merkelbad. Jeden Mittwoch beim Aufstehen aufs Neue: Überwindung. Jeden Mittwoch nach dem Schwimmen: ein traumhaftes Frühstück und der Stolz auf die vollbrachte Trainingseinheit.

Aus der Weihnachtszeit haben mein Freund und ich ein Mini-Trainingslager gemacht. Eigentlich der perfekte Zeitpunkt dafür: erst ausgiebig trainieren und sich dann von der Familie verköstigen lassen. Ansonsten lag in dieser Zeit der Schwerpunkt auf GA1-Einheiten und Ausdauer sowie Kräftigung und Athletik. Ein kleiner Unterschied im Langdistanztraining: war ich in den vergangenen Jahren beim Kraftraining oft mal leicht unmotiviert, sehe ich jetzt immer ganz klar mein Ziel vor  Augen, wenn ich etwas Lustlosigkeit bemerke. Im Notfall gibt mir ein kleiner innerlicher Motivationsruf „Roth 2018“ immer wieder neuen Schwung.

Step by Step Richtung Langdistanztraining

Im Januar haben sich erstmalig einige Langdistanzelemente in mein Training eingeschlichen. Beispielsweise beim Vereinslauftraining am Samstag. Die intensive 2-stündige Kombination aus Kraft, Bergintervallen und Steigerungsläufen verlängere ich nun um einen Lauf „zum“ Training und einen Lauf „vom“ Training nach Hause. So komme ich nun schon auf 20 Kilometer und 3 Laufstunden.

Gruppe.jpg
Laufen macht Spaß!

Neu ist auch, dass ich den 3:1-Rythmus aus Belastungs- und Entlastungswochen einhalte. Dies fiel mir in der vergangenen Ruhewoche vor allem dadurch leicht, dass ich nach den drei Wochen Training mit längeren Einheiten komplett erschöpft war. In meinem Trainingstagebuch steht am vergangenen Dienstag „Bewegungsaversion“. Bei jeder Andeutung einer Bewegung – seien es nur die Stufen zur S-Bahn – hat mein Körper rebelliert. So als wollte er mir mitteilen, dass er einfach seine Ruhe möchte. „Drama-Queen“ sagt der ein oder andere bei solchen Interpretationen zu mir. Aber egal: es war Zeit für Ruhe und die hat mein Körper bekommen. Es bleibt die Spannung, wie sich die Bewegungsaversion anfühlen kann, wenn auch die Radeinheiten länger werden.

Wettkampf-Routine

Damit auch die mentale Komponente nicht zu kurz kommt, streue ich immer wieder Wettkämpfe ins Training ein. Dazu gehören die Göppinger Winterlaufserie sowie der Cross Duathlon Dirty Race nächste Woche. Beim ersten Lauf in Göppingen im Dezember nach einer längeren Wettkampfpause spürte ich mal wieder die Nervosität und die bohrende Frage nach der aktuellen Form. Heute beim zweiten Lauf hatte ich die Angespanntheit schon wieder viel besser im Griff und konnte mich immerhin um eine halbe Minute verbessern. Das Training scheint also anzuschlagen; eine schöne Bestätigung.

Jetzt verabschiede ich mich erst mal wieder in den Trainingstunnel. Spätestens zum Trainingslager im März in der Toskana werde ich aber sicher wieder berichten.

 

 

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