Wintertraining und Sommerplanung

Ihr habt es schon bemerkt – die Frequenz der Artikel auf meinem Blog nimmt etwas ab. Das hängt nicht mit weniger Triathlon-Motivation oder -Begeisterung zusammen. Vielmehr damit, dass sich doch eine gewisse Routine im Triathlonjahr eingestellt hat. Nach drei Trainingsmonaten für die neue Saison ist jetzt aber doch ausreichend passiert, um euch einen kleinen Einblick in das Wintertraining und auch erste Wettkämpfe der neuen Saison zu geben.

Was steht an in 2019?

Erst mal natürlich die Frage, wo soll es hingehen in der Saison 2019? Das eindeutige Highlight wird am 30. Juni stattfinden, der Ironman in Frankfurt. Ich hatte doch eine Weile überlegt, ob ich auf meine erste Langdistanz in Roth direkt eine zweite anschließe. Entscheidend war für mich dabei, dass die Aussicht auf weitere lange Einheiten im Frühsommer mich positiv stimmte und ich diese nicht als Entbehrung sehe. Egal wie ein Wettkampf am Ende ausgeht – sowohl die langen Läufe als auch die langen Radeinheiten machen mir Spaß und sind irgendwie besondere Trainingseinheiten, die ich aktuell nicht missen möchte.  Neben diesem Highlight steht natürlich wieder die Alb-Gold Triathlonliga in meinem Kalender. Dieses Jahr mit einer eigenen Esslinger Mannschaft und neuen interessanten Formaten wie eine 200 Meter Staffel beim Team Sprint. Im Spätsommer soll wieder das Mountainbike ausgepackt werden; in welchem Rahmen und wo wird sich noch herausstellen.

Trainingsroutine 

Das Schöne vor der zweiten Langdistanz: die innere Unruhe nicht genug zu trainieren ist etwas weniger geworden. Während ich im letzten Winter schon im Dezember und Januar an ausreichend Radeinheiten dachte, hatte ich dieses Jahr die Ruhe einfach mal eine Woche mit meinem Freund zum Langlaufen in die Ramsau zu fahren. Natürlich auch eine super Trainingszeit und auf Grund meiner begrenzten technischen Möglichkeiten war das doch immer öfter mal ein VO2max Training als ein Grundlagentraining.

Beim Laufen hat sich unser Samstags-Training mit den Vereinskollegen als intensive Einheit etabliert. Von Technik über Steigerungen hin zu Bergsprints, Treppenläufen und Intervallen ist hier einfach alles dabei, was das Ausdauersportherz höher schlagen lässt. Und zwischendurch sorgt die Göppinger Winterlaufserie immer mal wieder für eine willkommene Abwechslung mit neuen Bestzeiten auf den 10 Kilomtern. Trotz des anspruchsvollen Höhenprofils konnte ich bereits beim ersten Lauf im Dezember meine 10 Kilomter Bestzeit vom Schwäbisch Gmünder Stadtlauf 2016 unterbieten und habe diese beim zweiten Lauf in 42:38 direkt nochmal unterboten. Das nächste Lernziel beim Laufen ist für mich nun eine bessere Laufeinteilung. Bei beiden Läufen war ich nach einem Kilometer erste Frau und habe für kurze Zeit Mädels und Frauen hinter mir gelassen, gegen die ich am Ende doch chancenlos bin. Wie ich heute morgen zu meinem Freund gesagt habe: „Das ist vielleicht lustig, aber nicht schlau.“ Deshalb großer Vorsatz für den nächsten Lauf: schlaues Anlaufen und dann mal schauen, ob sich in der Gesamtwertung der 4. Platz beim abschließenden Lauf der Serie noch verbessern lässt.

Mein Winterhighlight – das Dirty Race

So wie der Ironman das Highlight des Sommers ist, so ist der Cross-Duathlon Dirty Race das Highlight des Winters (5 km Laufen, 15 km MTB, 4 km Laufen). Im letzten Jahr bin ich hier ganz unerwartet 3. Frau geworden und hatte natürlich gehofft, diesen Platz dieses Jahr verteidigen zu können. Ein kleines zusätzliches Highlight war, dass ich auf Grund der Vorjahres-Platzierung aus dem vorgelagerten Starterfeld mit Profi-Triathlet Nils Frommhold und Vorjahressiegern Kathi Wolff starten durfte. Direkt von vorne loszulaufen spart einerseits Zeit beim Überholen von Athleten, die sich nicht ganz ihrem Leistungsniveau entsprechend aufstellen, andererseits birgt dies die Gefahr, es am Anfang direkt wieder zu übertreiben. Und so kam es dann natürlich auch – Vollgas auf dem ersten Kilometer, vorbei an Kathi Wolff, die ja in einer ganz anderen Liga boxt als ich. Sie hat sich das völlig zu Recht natürlich nicht lange bieten lassen und zog nur ein paar Meter später davon.

Insgesamt lief der erste Lauf dennoch gut, der erste Wechsel war allerdings unterirdisch (ich kam spontan auf die Idee, meine Handschuhe zum Schuhwechsel auszuziehen, hatte aber wohl nicht daran gedacht, wie lange es dauern würde, diese in der Stress-Situation wieder anzuziehen). In der ersten Wechselzone verlor ich daher meine direkte Widersacherin. Mit ihr war ich in die Wechselzone gelaufen und sie ist bestimmt 15 Sekunden vor mir auf dem Rad aus der Wechselzone gefahren. Auf dem Rad habe ich noch einige zusätzliche Sekunden auf sie verloren, die ich beim zweiten Lauf wieder hereinlief. Dennoch hat es nicht ganz gereicht. 8 Sekunden Differenz waren es im Ziel. Aber am Ende überwiegt die Freude über den erneuten 3. Platz und eine weitere Dirty-Race-Tasse im Sammelsurium der Triathlon-Wettkampf-Tassen in unserem Schrank.

Jetzt kommt erst mal der nächste Trainingsblock und so langsam schon die Vorfreude auf unser jährliches Trainingslager in Südfrankreich. Schöne Routine eben 🙂

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